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Heimatkunde mit Haltung – Ausflug der AfD-Ortsgruppe Dresden

Parteileben bedeutet auch Vereinsleben und gemeinsames Erleben. Mehr als nur ein geselliger Ausflug war daher auch die Exkursion unserer Dresdner AfD-Ortsgruppe am dritten Adventswochenende in die Sächsische Schweiz – verbunden mit einer Führung durch das empfehlenswerte Max-Jacob-Theater.

Warum dieser Besuch mehr war als Unterhaltung, zeigte sich recht schnell: Das Hohensteiner Kasperspiel unterschied sich bereits zu Beginn des 20. Jahrhunderts deutlich von anderen Formen des Puppentheaters.

Im Gegensatz zu „Jahrmarktskaspern“, die jedes Problem mit der Keule lösen, oder zu Till Eulenspiegel, der durch Provokation und Spott bestehende Regeln hinterfragt, ist der sächsische Kasper kein Draufschläger, sondern ein kluger, mutiger und verantwortungsvoller Problemlöser. Er greift ein, wenn Unrecht geschieht, ohne Gewalt zu verherrlichen, und löst Konflikte durch List, Wortwitz und Verstand.

Und so sehr es – gerade im politischen Umfeld – immer auch einen Eulenspiegel geben MUSS, kann übermäßige Bloßstellung verantwortliches Handeln niemals dauerhaft ersetzen. Die Einzigartigkeit des sächsischen Kaspers liegt vielmehr darin, dass seine Schlauheit stets einer klaren Moral dient: Nicht das Bloßstellen steht im Mittelpunkt, sondern das Schützen, Retten und Wiederherstellen von Ordnung.

Werden wir von politischen Gegnern einmal mehr als „Kasper“ bezeichnet, ist das am Ende womöglich ein unfreiwilliges Lob – oder ein Hinweis auf eine Bildungslücke.

Einen Besuch im Max-Jacob-Theater kann ich allen empfehlen, die sich für heimatkundliche Schätze und lebendige Kultur interessieren.