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Gender-Sprache: Die Zeche zahlt der Bürger

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Hat die CDU-Fraktion im Sächsischen Landtag nun plötzlich ihre konservative Seite entdeckt? Mit ihrem Positionspapier zur „geschlechtergerechten Sprache“ sorgte sie jedenfalls am Dienstag, einen Tag vor der kommenden Landtagssitzung, für einige Überraschungen. Gender-Sternchen, Gender-Gap, Binnen-I und andere Auswüchse der Gender-Ideologie sollen demnach von öffentlich-rechtlichen Medien, Verwaltungen, dem deutschen Rechtssystem und Bildungs- sowie Wissenschaftseinrichtungen konsequent ferngehalten werden. Mainstream-Medien berichteten pünktlich zum Bundestags-Wahlkampf, über dieses unverbindliche Papier.

Streit mit dem grünen Koalitionspartner?

Dort werden Positionen vertreten, für die die AfD regelmäßig gebrandmarkt wird: Die deutsche Sprache solle „einheitlich, rechtssicher, grammatikalisch und orthographisch eindeutig und unbeeinflusst von gesellschaftlichen Strömungen“ angewendet werden. Dies wendet sich offensichtlich gegen einen Erlass des grünen Koalitionspartners – nämlich in Gestalt von Justizministerin Katja Meier. Was für ein glücklicher Zufall, dass unsere Fraktion einen Tag nach der Veröffentlichung des Papiers einen fast identischen Antrag im Sächsischen Landtag stellen wird! Auch das war bereits im Vorfeld bekannt.

AfD-Fraktion stellte fast identischen Antrag

Unter dem Titel „Anwendung der sogenannten geschlechtergerechten Sprache in der behördlichen und ministerialen Kommunikation unterbinden“ (Drucksache 7/1895) fordert die AfD in diesem Antrag ebenfalls die Abschaffung der jüngst für Behörden und Ministerien verordneten „Gender-Sprache“. In diesem Video stelle ich unsere Positionen dazu im Landtag vor:

Als es jedoch zur Abstimmung unseres Antrags kam, hatte die CDU-Fraktion nach gerade mal einem Tag ihr Positionspapier völlig vergessen. Entschieden stimmten die Christdemokraten gegen unseren Antrag. Die Zeche für diese überraschende Kehrtwende und die links-grüne Ideologie zahlt der Bürger: Er darf die Kosten für die umständliche Änderung der ministerialen und behördlichen Kommunikation finanzieren. Zusätzlich sieht er sich zukünftig mit einer verwirrenden, an marginalsten Minderheiten orientierten Gender-Sprache konfrontiert.